Bericht JHV 2026

Am Freitag, 27.03.2026 fand die Jahreshauptversammlung der Kreisjägervereinigung Wertheim im Gemeindezentrum in Hundheim statt. Die Versammlung war gut besucht und bot eine informative und interessante Agenda.

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Eröffnet wurde die Versammlung musikalisch in gewohnter Weise durch die Jagdhornbläser. Kreisjägermeister Dominik Metz begrüßte so dann alle Anwesenden, insbesondere die folgenden Gäste: 

Günther Riedl, Schriftführer vom Bayrischen Jagdverband aus Marktheidenfeld, Benjamin Gut, Gastredner vom Landesjagdverband Baden-Württemberg, Frau Marieke Plate, Leiterin des Forstamts Tauberbischofsheim, Florian Dietzel, Kreisjägermeister aus Bad Mergentheim, Vanessa Bimmerlein, Hundeobfrau der Kreisjägervereinigung Tauberbischofsheim, und Franz Rudlof, Bezirksbläserobmann. Entschuldigt hatten sich Herr Carlo Hatnagel, Leiter der unteren Jagdbehörde, und Bürgermeister Schregelmann. Frau Plate richtete  im Anschluss an KJM Metz Begrüßung noch Grußworte an die Versammlung.

Die Versammlung gedachte des verstorbenen Walter Heim, einem Mitglied der benachbarten bayrischen Kreisjägervereinigung, der durch seine außerordentliche Expertise in der Nachsuchenarbeit viel Schützenhilfe geleistet hatte und ein geschätzter Waidgenosse war. 

Im Anschluss folgte die Ehrung langjähriger Mitglieder: für 25 Jahre Rosemarie Poth, Martin Kraft, Roland Fiederling sowie für 65, 50 und 40 Jahre weitere Mitglieder. 

Bezirksbläserobmann Rudlof ehrte Katja Wolz und Michael Stückert für 40 Jahre Bläserarbeit und richtete Grußworte an Bläserobmann Eberhard Geiger für dessen musikalische Leistung innerhalb der letzten 48 Jahre.

KJM Metz berichtete danach über die Aktivitäten und Ereignisse des vergangenen Jahres, darunter die Jubiläums Hubertusmesse zu 25 Jahren und die Teilnahme an den Kinderkulturwochen, mahnte allerdings die Mitglieder zu mehr Präsenz und Engagement bei den vereinseigenen Veranstaltungen. Als sehr erfreulich nannte Metz die Neubesetzung der Hegeringleitung in Lindelbach und die damit erfolgreiche Wiederbelebung des Jägerstammtisches zum Austausch und der Kameradschaftspflege.

Es folgte der Bericht von Hundeobfrau Katrin Brell über verschiedene Veranstaltungen, darunter ein Themenabend mit Chris Balke und einen Brauchbarkeitskurs für Jagdhunde, bei dem alle fünf Gespanne die Prüfung bestanden.

Aus dem Schießwesen nannte Obmann Thomas Brell verschiedene Schießaktivitäten und erhoffte sich eine regere Teilnahme auf dem Schießstand. Eine Terminänderung beim Anschießen der Jagdwaffen wurde bekannt gegeben: neuer Termin ist jetzt der 11. April ab 13 Uhr am Schießstand in Lauda. Sämtliche Termine fänden sich stets aktuell auf der Homepage.

Im Bericht des Resorts Lernort Natur von Ralf Kronmüller wurden Einsätze der rollenden Waldschule und der Drohne zur Jungtierrettung in Zahlen und Fakten dargelegt. Einsätze der rollenden Waldschule fänden oft werktags statt, allerdings unterstrich Kronmüller die Schwierigkeit bei der Helferbesetzung und vorallem die mangelnde Bereitschaft, einen Dienst für den Verein zu tun, auch wenn dieser nicht werktags anfiele. Kritisch äußerte er sich deshalb über die Tatsache, dass Öffentlichkeitsarbeit durch Mitglieder mit diesem Resort augenscheinlich nur funktioniere, wenn man beim eigenen Dorfjubiläum damit an der Front glänzen könne. Unerfreulicherweise gab Kronmüller die Niederlegung seines Amtes in dieser Hinsicht bekannt. Parall gab KJM Metz die Teilung dieses Ressorts in die Bereiche rollende Waldschule und Flugdrohne auf Grund der Aufgabenlast bekannt. Kommissarisch wird Simon Koller diese Aufgabe für die Drohne bewerkstelligen. Das Resort Lernort Natur liegt bis zur nächsten Wahl in Verantwortung von Diana Jäger, Dominik Metz und Thomas Brell.

Der Bericht des Schatzmeisters Kasper Wiechert  ließ eine positive Bilanz ziehen, so dass seine Arbeit im Bericht der Kassenprüfung als außerordentlich vorbildlich gewürdigt wurde und damit anstandslos ausfiel.

Es gab keinen Anlass zur Aussprache und so wurde die Vorstandschaft abschließend von der Versammlung mit drei Enthaltungen und ohne Gegenstimmen entlastet.

Die bereits im letzten Jahr durch den LJV angekündigte Beitragserhöhung wurde kontrovers, aber sehr konstruktiv diskutiert.  Die geplante Beitragserhöhung ab dem 01.01.2027 für die KJV wurde letztendlich mit einer einfachen Mehrheit durch die Versammlung angenommen.

Nach der Pause folgte der Gastredner Benjamin Gut vom LJV mit seinem sehr informativen Vortrag über die Niederwildhege und die Jagdethik. Er wies u.a. darauf hin, dass Saatgutanträge ab dem 1. April nur noch digital einzureichen seien. Ebenso stünden Zuschüsse für Fallenjäger zur Verfügung, allderings müssten die Gelder jedoch vorab reserviert werden.  Der Landesjagdverband unterstütze auch beim Anlegen von Biotopen, diese Arbeit sollte jedoch vorher besprochen werden, um Förderanträge erhalten zu können.

Generell verwies Gut auf die Webseite www.landesjagdverband.de und u.g. Links welche zu den Themen detaillierte Auskunft geben.

www.landesjagdverband.de/projekte/allianz-fuer-niederwild/das-projekt

https://www.landesjagdverband.de/projekte/allianz-fuer-niederwild/fallenfoerderung-niederwild

www.landesjagdverband.de/projekte/ljv-artenschutzprogramm

Bei der Gehörnschau wurden 65 Gehörne zur Schau gestellt. Drei Böcke wurden von Birger Walz prämiert:

Erleger Dominik Metz: Bock 20 kg, Gehörngewicht 388g, 119,35 Punkte

Erleger Ralf Kronmüller: Bock 21 kg, Gehörngewicht 331g, 113,43 Punkte

Erleger Dominik Metz: Bock 22 kg, Gehörngewicht 333g, 108,27 Punkte

 

KJM Metz appellierte unter dem Punkt Verschiedenes nochmals an die Versammlung, bei künftigen Veranstaltungen reger teilzunehmen und so endete die Versammlung mit einem gemütlichen Beisammensein.