Verpackungsgesetz - Die meisten Jäger sind nicht betroffen!

Das neue Verpackungsgesetz ab 01.01.2019 sorgte zunächst für einige Verwirrung. Der DJV hat ein Gutachten in Auftrag gegeben welches Klarheit für die meisten Jäger schafft.

Erstellt am 10.12.2018

Anfang November sorgte eine Meldung in der Jägerschaft für große Verunsicherung: Das neue Verpackungsgesetz, das am 01. Januar 2019 in Kraft tritt, solle auch für Jäger gelten, die Wild z.B. portioniert und in Folie oder Vakuumbeutel verpackt abgeben. Das hätte eine Registrierungspflicht beim Dualen System und natürlich auch zusätzliche Kosten, also eine Erschwerung der Vermarktung, bedeutet.

 

Jetzt gibt es weitgehend Entwarnung: Ein vom DJV in Auftrag gegebenes Gutachten bestätigt nun, dass nur Jäger vom neuen Verpackungsgesetz betroffen sind, die gewerbsmäßig mit Wildbret handeln.

 

Eine Betroffenheit ergibt sich damit vor allem für land- oder forstwirtschaftliche Betriebe, bei denen die Jagd ein Teil eines gewerblichen Betriebes ist, sie fallen grundsätzlich in den Anwendungsbereich des Verpackungsgesetzes und müssen sich registrieren lassen (es gibt aber auch Ausnahmen – siehe Frage-und Antwort-Papier in der Anlage!).

 

Auch wenn Jägerinnen und Jäger bei der Wildbretvermarktung nicht vom Verpackungsgesetz betroffen sind: Bei der Abgabe von portioniertem Wild ist eine Registrierung als Lebensmittelunternehmer gemäß Lebensmittelhygienerecht bei der Veterinärbehörde erforderlich! 

 

In der Anlage finden Sie ein Frage-und Antwortpapier des DJV, mit dem Sie anhand von Fallbeispielen für die Vermarktung detaillierte Auskunft über eine mögliche Betroffenheit erhalten.

 

Dies ist übrigens ein gutes Beispiel was die Jagdverbände (LJV / DLV) im Hintergrund für uns Jäger bewirken. Wären wir nicht im LJV und DJV organisiert hätten wir bei solchen bürokratischen Themen viel größere Probleme und jeder selbst müsste sich um diese Themen kümmern. Wer könnte sich als einzelner aber so ein Rechtsgutachten leisten?

Erstellt am 19.11.2018
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